Archiv Guxhagen

Festzug 600 Jahrfeier Guxhagen 1952

Zeitungsbericht zu dem bevorstehenden Umzug zur 600 Jahrfeier Guxhagen

Kurz belichtet: Tausend Meter Festzug

 

Noch eine Woche bis zur 600-Jahrfeier der Gemeinde Guxhagen

 

Im Rahmen der vom 5. bis >8. Juli stattfindenden Sechshundertjahrfeier (s. auch Artikel, von Christoph W e b e r. Münster i. W. [aus Guxhagen], in den heute beiliegenden „Heimat-Schollen") wird neben der Vielzahl anderer Darbietungen der sich am Sonntag um 13.30 Uhr durch die festlich geschmückten Straßen Guxhagens bewegende Festzug unter Vorantritt der Kapelle Malkus, Fritzlar, sowie unter Mitwirkung des Großenritter und Guxhagener Spielmannszuges ein Anziehungspunkt aller Festteilnehmer sein. Ausgehend von der Landschenkung Kaiser Heinrichs V. an Werner v. Grüningen um 1100 werden in fein aufeinander abgestimmten Bildern die wichtigsten

 

Epochen vorüberziehen. Neben der Einsetzung des Centgerichts im Jahre 1357 wird u. a. zum Reichen der engen Verbundenheit des Ortes Guxhagen mit dem Benediktinerkloster Breitenau ein Bild einen Pilgerzug auf, dem Wege zur Wallfahrtskirche zeigen. Auch der schon um 1450 -am Landgräflichen Hofe sehr geschätzte ,,Guxhagener Brühan" und die Guxhagener Dorfhandwerker dieser Zeit werden zu sehen" sein. Der 30jährige Krieg, der auch Guxhagen nicht verschonte, wird durch eine Horde plündernder Landsknechte herausgestellt. Eine besondere Augenweide für die Zuschauer wird der Hochzeitszug des Hessischen Rittmeisters Keidel sein, der um 1719 eine Guxhagener Wittib freite. An die bildliche Darstellung der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn. die wegen des schwierigen Tunnelbaues bei Guxhagen im ersten Jahr nur von Grebenau in Richtung Bebra gefahren werden konnte, schließt sich ein Ausschnitt aus dem 'bäuerlichen Brauchtum des vorigen Jahrhunderts und - der Bau der ersten Fuldabrücke aus dem Jahre 1884 an. Den Abschluß des etwa tausend Meter langen historischen Festzuges werden Trachtengruppen der Neubürger bilden. Die Ausstattung des Festzuges mit Kostümen hat Obergewandmeister Käse vom Kostümfundus des Preußischen Staatstheaters übernommen. An den historischen Festzug wird sich noch ein aus etwa zehn Wagen bestehender wirtschaftlicher Teil anschließen.

Erstellt Günter Döring

 


Dieser Beitrag wurde eingestellt von: Günter Döring
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